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Politk sagt Danke

Jakob Reitmeier erhält Anerkennung

Wenn andere Hilfe brauchen, ist Jakob Reitmeier für sie da, in seiner Freizeit. Seit fast eineinhalb Jahrzehnten engagiert sich der 30-Jährige ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz – eine Leidenschaft, die ihn bereits als Jugendlicher zur Feuerwehr führte und bis heute prägt. Für dieses langjährige Engagement wurde er nun beim traditionellen Ehrenamtsempfang „Politik sagt Danke“ der Landesregierung Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

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Jakob Reitmeier mit seiner Freundin bei der Ehrungsveranstaltung "Politik sagt Danke"

Foto: Nicole Bosold / ASB Magdeburg
Auf der Treppe der Staatskanzlei in Magdeburg stehen zahlreiche Ehrenamtliche bei der Veranstaltung "Politik sagt Danke", darunter Jakob Reitmeier vom ASB Magdeburg

100 Ehrenamtliche aus Sachsen-Anhalt wurden am 27. Juni 2026 in der Staatskanzlei gewürdigt.

Foto: Stefan Deutsch / Staatskanzlei

Der gebürtige Oberbayer wuchs in der Nähe von München auf und absolvierte seine Ausbildung zum Notfallsanitäter in Garmisch-Partenkirchen und München. Für ein Studium zog es ihn schließlich nach Magdeburg. An der Hochschule Magdeburg-Stendal studierte er Sicherheit und Gefahrenabwehr und schloss den Master ab. Heute arbeitet er als Dozent und bildet angehende Notfallsanitäter:innen aus. Sein Wissen gibt er nicht nur beruflich weiter, sondern bringt es auch in seinem Ehrenamt ein, indem er künftige Einsatzsanitäter beim ASB Magdeburg ausbildet. 
Schon mit 16 Jahren trat Jakob Reitmeier der Feuerwehr bei. Schnell war für ihn klar, dass er sich dauerhaft im Katastrophenschutz engagieren möchte. Er ist nicht im Sanitätsdienst aktiv, sondern hat sich auch zum Zugführer weiterqualifiziert und übernimmt Verantwortung bei unterschiedlichsten Einsätzen und Veranstaltungen. Auch beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt 2024 war er sofort zur Stelle, um zu helfen. 
„Ich bin gern und schnell zur Stelle“, beschreibt er seine Motivation. Ob medizinische Absicherungen beim „Metal Frenzy“ in Gardelegen, auf der Leipziger Buchmesse oder beim „Spectaculum Magdeburgense“ – jeder Einsatz habe seinen eigenen Reiz. Besonders schätzt er die Vielfalt seines Ehrenamtes. „Man kommt viel herum, erlebt Dinge, die man sonst nicht sehen würde, und lernt immer wieder neue Menschen kennen. Das bereichert den Alltag.“
Dass er heute in Magdeburg lebt, ist kein Zufall. Die Landeshauptstadt kannte er bereits von einer Radtour auf dem Elberadweg und erlebte sie als besonders schöne Stadt. Inzwischen hat er hier eine neue Heimat gefunden. „Das Leben ist erschwinglich, die Stadt ist grün und es wohnt sich hier gut“, sagt er. Gemeinsam mit seiner Freundin und zwei Katzen genießt er seine Freizeit – gerne bei Rollen- und Brettspielen, bei denen die nächste Entscheidung auch schon einmal ausgewürfelt wird.
Die Ehrung im Garten der Staatskanzlei nahm Ministerpräsident Sven Schulze gemeinsam mit den Mitgliedern der Landesregierung vor. Rund 100 Ehrenamtliche aus allen Regionen Sachsen-Anhalts wurden dabei stellvertretend für die vielen Menschen ausgezeichnet, die sich in Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Vereinen und Initiativen für ihre Mitmenschen einsetzen. „Wenn ich durch unser Land fahre, dann begegnen mir überall Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Heimat engagieren. Sie übernehmen Verantwortung, bringen Menschen zusammen und stärken damit unsere Gesellschaft. Das verdient Respekt und Anerkennung“, betonte Ministerpräsident Sven Schulze während des Empfangs.
Nach Angaben der Landesregierung sind in Sachsen-Anhalt rund 38 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren ehrenamtlich aktiv – das sind fast 800.000 Menschen. Freiwillige wie Jakob Reitmeier stehen stellvertretend für dieses Engagement. Für ihn ist die Motivation bis heute dieselbe geblieben: Verantwortung übernehmen, Menschen helfen und Teil einer starken Gemeinschaft sein.