Rettungskräfte üben erfolgreich auf der Autobahn 14
Die groß angelegte MANV-Übung auf dem neuen Abschnitt der Bundesautobahn 14 im Landkreis Stendal hat gezeigt, wie wichtig das reibungslose Zusammenspiel aller am Rettungswesen beteiligten Organisationen ist. Rund 200 Einsatzkräfte aus Rettungsdienst, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei sowie den unterstützenden Fachdiensten haben mit großem Engagement dazu beigetragen, ein anspruchsvolles Einsatzszenario realitätsnah zu bewältigen.
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Damit im Notfall die Abläufe der Rettungskräfte eingespielt sind, werden regelmäßig Übungen durchgeführt – so auch im Vorfeld von Verkehrsfreigaben neuer Autobahnabschnitte. Dies war im Landkreis Stendal bereits im Jahr 2023 der Fall, als die Strecke von Lüderitz in den Landkreis Börde freigegeben wurde. Vor der Freigabe des neuen, 6,8 Kilometer langen, Abschnittes im Norden Sachsen-Anhalts folgte eine weitere Übung auf dem Abschnitt zwischen Stendal-Süd und Lüderitz. Simuliert wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV).
Immer wieder kommt es auf Autobahnen zu Auffahrunfällen. Ein solcher bildete die Basis für die Übung auf dem neuen Autobahnabschnitt. Simuliert wurde auf der Fahrtrichtung nach Magdeburg, dass zwei Fahrzeuge betroffen sind und es sechs verletzte Personen gibt. Nach weiteren fiktiven Anrufen stellte sich heraus, dass auch ein Bus mit über 20 Personen in den Unfall verwickelt war. Daraufhin wurde ein Massenanfall an Verletzten (MANV) festgestellt und neben den Freiwilligen Feuerwehren der Hansestadt Stendal sowie der Einheitsgemeinde Tangerhütte und dem Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) auch der sogenannte Fachdienst Sanität alarmiert. Das Polizeirevier Stendal hat den Unfallabschnitt abgesichert. Zudem war auch der Fachdienst Betreuung der Johanniter Unfall-Hilfe involviert.
„Die Zusammenarbeit aller Einheiten hat gut funktioniert“, zog der zuständige Sachgebietsleiter des Landkreises, René Tangelmann, ein positives Fazit. „Für alle Beteiligten war das eine gute Möglichkeit, die Gegebenheiten vor Ort kennenzulernen und Abläufe wiederkehrend zu üben“, so der Übungsleiter weiter. Landrat Patrick Puhlmann, der zusammen mit Stendals Oberbürgermeister Bastian Sieler die Übung verfolgte, sprach allen Einsatzkräften seinen Dank aus. „Sie erbringen sieben Tage pro Woche, 24 Stunden am Tag Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit, sind auch nachts und am Wochenende stets in Alarmbereitschaft“, so der Landrat.
Etwa 200 Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei und des Katastrophenschutzes des Landkreises Stendal waren an der Übung beteiligt. Der ASB Magdeburg war mit ingesamt 36 Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Rettungsdienst und Katastrophenschutz vor Ort, darunter zwei leitende Notzärzte.
Übungen dieser Größenordnung sind unverzichtbar, um im Ernstfall schnell, sicher und abgestimmt handeln zu können. "Dass dies unter den hohen sommerlichen Temperaturen mit so viel Professionalität, Teamgeist und Einsatzbereitschaft gelungen ist, verdient besonderen Respekt", bedankt sich Geschäftsführerin Antje Ruddat bei allen, die mitgewirkt haben. "Das Zusammenspiel aller, über Organisationsgrenzen hinweg, ist die Grundlage dafür, dass die Bevölkerung im Ernstfall auf leistungsfähige und verlässliche Hilfe vertrauen kann", erklärt Antje Ruddat.
